Die Börse ist ein Ort ständiger Bewegung: Kurse steigen und fallen, Nachrichten beeinflussen die Märkte, und ständig gibt es neue Chancen zum Handeln. Für viele Anleger entsteht dadurch der Reiz, immer wieder zu kaufen und zu verkaufen. Doch genau hier lauert ein klassischer Fehler: übermäßiges Trading.
Fehler: Übermäßiges Trading durch ständiges Kaufen und Verkaufen
Wer permanent Aktien oder andere Wertpapiere handelt, zahlt einen hohen Preis. Jede Transaktion verursacht Gebühren, sei es für den Broker oder für Depotkosten. Hinzu kommt die steuerliche Belastung, wenn Gewinne realisiert werden. Das Problem dabei: Die vielen kleinen Gewinne werden oft durch die hohen Kosten zunichtegemacht, und die Performance des Depots leidet.
Übermäßiges Trading führt außerdem häufig zu emotionalen Entscheidungen. Anleger lassen sich von kurzfristigen Kursbewegungen, Nachrichten oder Hypes leiten und handeln impulsiv. Die Folge sind hektische Umschichtungen, die in den meisten Fällen nicht die gewünschten Gewinne bringen.
Ein besonders anschauliches Beispiel lieferten die Meme-Stocks GameStop und AMC im Jahr 2021. Durch soziale Medien ausgelöst, kauften und verkauften viele Privatanleger diese Aktien hektisch in der Hoffnung auf schnelle Gewinne. Während wenige Glück hatten, verloren die meisten ihr eingesetztes Kapital, während Broker und professionelle Trader vor allem von den zahlreichen Transaktionen profitierten.
Quelle: Infront
Lösung: Weniger handeln, mehr halten
Die erfolgreichsten Anleger verfolgen eine andere Strategie: Langfristiges Investieren. Statt jede Kursbewegung auszunutzen, setzen sie auf solide Unternehmen oder breit gestreute ETFs und halten diese über Jahre hinweg. Diese Geduld zahlt sich aus:
- Die Transaktionskosten bleiben niedrig, da kaum Umschichtungen erfolgen.
- Die Steuerlast wird reduziert, da Gewinne nicht ständig realisiert werden.
- Langfristiges Halten ermöglicht den Zinseszinseffekt optimal zu nutzen.
Natürlich bedeutet langfristiges Investieren nicht, dass man nie handeln sollte. Anpassungen sind sinnvoll, wenn sich die persönliche Lebenssituation oder die Anlagestrategie ändert. Wichtig ist, dass Entscheidungen auf fundierter Analyse statt auf kurzfristiger Panik oder Hype beruhen.
Fazit: Geduld schlägt Hektik
Wer an der Börse dauerhaft erfolgreich sein will, sollte das ständige Hin- und Her-Handeln vermeiden. Übermäßiges Trading mag kurzfristig aufregend erscheinen, ist jedoch teuer und risikoreich. Langfristige Strategien, Disziplin und Geduld führen in der Regel zu stabileren Ergebnissen und einem soliden Vermögensaufbau.
Merksatz: Weniger handeln, mehr halten – das ist oft der Schlüssel zum langfristigen Börsenerfolg.
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